17 - Klosteranlage Heilig Kreuz

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Die Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters geht zurück bis auf das 11. Jahrhundert. Um das Jahr 1030 brachte Graf Mangold I. eine wertvolle Kreuzreliquie als Geschenk des byzantinischen Kaisers aus Konstantinopel nach Donauwörth (historisch nachweisbar seit Helena, der Mutter Kaiser Konstantins [4.Jahrhundert]), wo er zu deren Verehrung ein Frauenkloster stiftete. Im Jahr 1101 übernahmen die Benediktinermönche aus Sankt Blasien die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz. 1125 wurde Kirche und Kloster an heutiger Stelle errichtet. Unter Abt Amandus Röls erhielten in den Jahren 1696-1698 das Kloster, 1717-1720 die Heilig Kreuz Kirche und 1747 der Turm (Romanischer Unterbau) ihre heutige Form. Napoleon, der zweimal in Donauwörth war, verwandelte sie in einen Pferdestall. Heilig Kreuz gilt heute als Musterbeispiel der "Wessobrunner Schule": Baumeister war Josef Schmuzer aus Wessobrunn, die Malerei stammt von Johann Stauder aus Konstanz. Der oberste Stock des Klosters mit dem "Kaisersaal" geht auf Abt Gallus Hammerl (1776-1793) zurück (Deckenfresko von Enderle). Sehenswürdigkeiten im Inneren: Unter der Orgelempore liegt - hinter einem von Prinz Luitpold von Bayern gestifteten kunstvoll geschmiedeten Schutzgitter - das Grab der Herzogin Maria von Brabant, die ihr Mann, Herzog Ludwig II. von Wittelsbach (Ludwig der Strenge) 1256 auf der Donauwörther Burg Mangoldstein unschuldig enthaupten ließ. Die Grabplatte mit dem Brabanter, dem Bayerischen und Pfälzischen Wappen entstand Ende des 13. Jahrhunderts. Der Hochaltar wurde von Franz Schmuzer aus Wessobrunn, dem Bruder des Baumeisters geschaffen. Sehenswert außerdem das Chorgestühl (17. und 18. Jahrhundert) und die Kanzel. Im Kircheninneren gibt es einen Weg in die Gruftkapelle, die Mitte des 15. Jahrhunderts im Westflügel des Klosters, direkt am Baukörper der Kirche eingerichtet wurde. Hier kann man, auf dem rechten Altar, die Pieta (um 1500); am linken Altar (nur an besonderen Festtagen ausgestellt) die Monstranz von 1716 mit der byzantinischen Kreuzpartikeltafel, sehen. Dieser Kreuzpartikel war einst Teil der oströmischen (byzantinischen) Reichskleinodien.

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